Taufe

Taufe

Einladung zur Taufe

Wenn ein Kind geboren wird, ist dies wie ein Wunder. Mit der Freude und dem Staunen kommen auch Fragen auf: Was wünschen wir unserem Kind? Was möchten wir ihm mitgeben? Wovor möchten wir es bewahren? Niemand soll seinen Weg im Leben allein gehen. Deshalb laden wir Sie ein, Ihr Kind taufen zu lassen. Denn in der Taufe sagt Gott uns zu, an unserer Seite zu gehen. Und zugleich werden wir als Getaufte Glieder einer weltweiten Gemeinschaft.

Tauftermine

Da wir mit über 6000 Mitgliedern eine große Kirchengemeinde sind, ist es uns leider nicht möglich, auf individuelle Wünsche nach einem besonderen Tauftermin einzugehen. Aber wir versuchen dennoch, im Rahmen unseres Gottesdienstplanes viele Möglichkeiten zur Taufe zu schaffen. Hier erfahren Sie, wo und wann getauft werden kann.

weiterlesen...

Praktische Schritte auf dem Weg zur Taufe

Sobald Sie sich für die Taufe Ihres Kindes entschieden haben, sollten Sie geeignete Menschen aus Ihrem Umfeld um das Patenamt für Ihr Kind bitten. Üblicherweise hat ein Kind ein bis drei Paten/Patinnen. Dann nehmen Sie bitte mit unserem Kirchenbüro Kontakt auf (Tel. 05071 - 177505071 - 1775; Dienstag u. Freitag 9.00 – 12.00 Uhr; Donnerstag 10 - 12 Uhr u. 16.00 – 18.00 Uhr).

Dort werden die notwendigen Daten aufgenommen und Sie erfahren, wann die nächsten Tauftermine in unserer Kirchengemeinde sind.

weiterlesen...

Das Wesen der Taufe

Die Taufe ist – wie das Abendmahl auch – ein Sakrament in unserer evangelisch-lutherischen Kirche. Sakramente sind kirchliche Feiern, deren Ursprung auf das Leben des Jesus aus Nazareth zurück geht. Jesus hat sich selbst taufen lassen. Wenn wir als christliche Gemeinde ein Sakrament feiern, vertrauen wir darauf, dass Gott selbst gegenwärtig ist und heilvoll an uns handelt.

weiterlesen...

Das richtige Taufalter

Das alles spricht dafür, schon kleine Kinder zu taufen, denn sie haben außer ihrer Lebendigkeit noch keine Erfolge oder Leistungen vorzuweisen. In der Taufe aber wird ihnen im Namen Gottes zugesagt: „Du bist ein von Gott geliebtes, wertvolles Menschenkind!“ Dieses sagt Gott in der Taufe voraussetzungslos zu, völlig unabhängig vom Alter eines Menschen. Deshalb ist die Taufe im Säuglingsalter genauso möglich wie im Alter eines Schulkindes, eines Jugendlichen oder Erwachsenen.

Folgen der Taufe

Taufe ist voraussetzungslos, aber nicht folgenlos. Sie markiert den Beginn eines Christenlebens und ist zugleich auf Fortsetzung angelegt. Die Taufe will in Anspruch genommen werden, sie zielt auf den Glauben. Sie will Glauben wecken und im Glauben gelebt werden. Deshalb ist es sinnvoll, schon kleine Kinder in eine christliche Glaubenspraxis mit hinein zu nehmen. Z. B. kann man mit ihnen vor dem Schlafengehen beten, ihnen aus einer Kinderbibel vorlesen oder sie zum Kindergottesdienst begleiten.

Durch die Taufe wird ein Mensch Mitglied in einer konkreten Kirchengemeinde, einer übergeordneten Landeskirche und darüber hinaus der weltweiten Gemeinschaft aller Getauften. Mit der Taufe bleibt niemand allein, sondern bekommt viele Geschwister, auch in anderen Ländern und Erdteilen.

Gültigkeit der Taufe

Die Taufe zielt auf den Glauben, aber sie bleibt auch dann gültig, wenn jemand seinen Glauben an den biblischen Gott verloren hat. Die einmal vollzogene Taufe kann von keinem Menschen rückgängig gemacht werden, weil Gott die Zusage seiner Liebe nicht zurücknimmt. Vorrausetzungen der Taufe Die einzige Vorraussetzung für die Taufe ist der eigene Wille - im Falle eines Kindes der Wille der Eltern / Sorgeberechtigten. Es genügt das Verlangen eines Elternteils / Sorgeberechtigten, wenn der andere nicht widerspricht. Bei größeren Kindern wird die Taufe immer mit der Zustimmung des Kindes geschehen.

Da die Taufe immer die Zugehörigkeit zu einer konkreten Gemeinde / Kirche begründet, hat sie eine konfessionelle Ausprägung. Deshalb ist es wünschenswert, dass wenigstens ein Elternteil evangelisch-lutherisches Kirchenglied ist. Voraussetzung ist dies aber nicht.

Das Patenamt

Das Patenamt ist bis in die Anfänge der christlichen Gemeinden nachzuweisen, auch wenn es so nicht in der Bibel bezeugt ist. Als Christen im 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. verfolgt wurden und eine kleine Minderheit im römischen Staat bildeten, hatten Paten die Funktion, die Glaubwürdigkeit und Ernsthaftigkeit von erwachsenen Taufbewerbern zu bezeugen.

Als in späteren Zeiten mehr und mehr die Taufe von Kindern praktiziert wurde, erhielt das Patenamt immer stärker die Aufgabe der Lebens- und Glaubensbegleitung von Kindern. Das ist bis heute so geblieben. In der Wahrnehmung dieser Aufgabe vertreten Paten/Patinnen die christliche Gemeinde und handeln in ihrem Auftrag. Deshalb ist das Patenamt an die kirchliche Mitgliedschaft gebunden.

Warum Paten?

Kleine Kinder sind auf Hilfe und Begleitung von Erwachsenen angewiesen; helfende Hände, offene Arme und weite Herzen sind erforderlich, damit ein Kind zu einem selbstbewussten und beziehungsfähigen Menschen heranwachsen kann. Das gilt für alle Bereiche des Lebens: für das Laufen- oder Sprechenlernen genauso wie für das Kennenlernen von religiösen Lebensformen. Kinder sind auf glaubwürdige Vorbilder angewiesen, die mit ihnen bewährte und hilfreiche Lebensformen einüben und sie zugleich auf Gefahren und Irrtümer hinweisen.

Diese Aufgabe fällt in erster Linie den Eltern zu, dann aber auch Großeltern und weiteren Erwachsenen, die dem Kind in Sympathie und Liebe zugetan sind. Hierzu gehören auch Patinnen und Paten; sie können für ein Kind offene Gesprächspartner und zugewandte Ratgeber sein.

Wer kann Pate werden?

Aufgrund der konfessionellen Prägung einer Taufe ist es wünschenswert, dass Paten (konfirmierte) Mitglieder einer evangelischen Kirche sind. Abgesehen davon ist grundsätzlich zum Patenamt zugelassen, wer selbst getauft und Mitglied einer der Kirchen ist, die sich zur ‚Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen‘ (ACK) zusammengeschlossen haben (Mitgliedskirchen: www.oekumene-ack.de).

So ist z. B. eine Taufe auch mit einem römisch-katholischen Paten oder einer russisch-orthodoxen Patin möglich. Im Ausnahmefall kann die Taufe eines Kindes auch ohne Paten gefeiert werden. Die Funktion eines ‚Taufzeugen‘ (der nicht getauft oder nicht Glied einer Kirche ist), gibt es in den evangelischen Kirchen nicht. An einer durch eine Taufe begründeten Patenschaft können nachträglich keine Änderungen vorgenommen werden.